Neustart mit 40 durch eine zweite Ausbildung

Nicole Mürmann startet nach einer Familienpause in einen neuen Beruf

Wipperfürth, 12. Oktober 2020

Oberberg/Rhein-Berg. Immer mehr Menschen zwischen 30 und 50 nehmen die interessante Option zu einer zweiten Ausbildung im Alter als Möglichkeit wahr. So auch die 40-jährige Nicole Mürmann aus Scheel in Lindlar. Seit August erlernt sie den Beruf der Bankkauffrau bei der Volksbank Berg. Den beruflichen Weg neu einzuschlagen ist in der heutigen Zeit immer mehr gefragt. Es gibt viele Gründe dafür. Sei es ein Wiedereinstieg in das Arbeitsleben nach langer Familienpause oder einfach ein Wechsel, weil der derzeitige Beruf nicht die gewünschte Erfüllung bringt. Manchmal ist der Beruf aber auch schlichtweg überlaufen, bietet keine spannenden Perspektiven mehr oder hat sich stark gewandelt. Schließlich liegen noch viele Berufsjahre vor einem und ein Richtungswechsel zahlt sich oft aus.

So ähnlich erging es Nicole Mürmann, die in Wipperfeld aufwuchs und nach dem Besuch des St. Angela-Gymnasiums in Wipperfürth erst den Weg in der Heilerziehungspflege einschlug, dann allerdings ihre Begabung und Begeisterung im Friseurhandwerk fand (obwohl die Eltern ihr zu einer Bankausbildung rieten). Als Jahrgangsbeste beendete sie ihre Lehre im Haarstudio Wildangel in Lindlar und machte sich nach der anschließend bestandenen Meisterprüfung selbstständig. Es folgte die Familiengründung durch die Hochzeit mit ihrem Ehemann Jens und der Geburt ihrer Tochter Hannah 2011 und Sohn Leo 2012. Die Familie stand im Vordergrund, der Versuch der Heimarbeit war unbefriedigend. Im vergangenen Jahr wurde schließlich der jüngste Sprössling eingeschult. Die entstandene Freizeit will Nicole Mürmann für einen neuen Berufsanfang nutzen. „Im Friseurhandwerk gibt es in der Region mehr als genug Anbieter. Da sehe ich keine Perspektive.“ So entschied sie sich nach der Beratung mit der Familie für einen kaufmännischen Beruf und die Ausbildung als Bankkauffrau. Sie durchlief den gewohnten Bewerbungsprozess bei der Volksbank Berg und bestreitet in ihrem Ausbildungsjahr nun den Weg mit fünf weiteren Auszubildenden. Diese sind zwar jünger, behandeln sie aber in ihren Augen ganz normal. „Natürlich haben sie mich am Anfang etwas ausgequetscht, warum ich mit 40 eine Ausbildung beginne, aber es fanden alle gut!“ Denn gerade die jungen Menschen legen immer mehr Wert auf die Balance zwischen Privat- und Berufsleben. Viele Unternehmen fördern Gesundheitsmaßnahmen. Homeoffice ist durch Corona zum Alltag geworden. Die Möglichkeit für eine zweite Ausbildung ist ebenso ein Faktor für das ausgeglichene Privat- und Berufsleben. Diese Ausbildung für 30- bis 50-jährige ist allerdings noch nicht ganz so verbreitet. Aber Arbeitgeber wissen: Wenn sich ein Mensch in diesem Alter entscheidet, beruflich einen ganz neuen Weg einzuschlagen, ist er in der Regel hochmotiviert und wird viel Energie in die Ausbildung stecken. Hinzu kommen die Lebenserfahrungen, die einen mit Problemen souveräner umgehen lassen. Das waren einige der Gründe, warum die Ausbilderin der Volksbank Berg, Verena Wurth, sich für Nicole Mürmann entschied. Hinzu kommt, dass die Bank bezüglich der Förderungen für Maßnahmen im Personalbereich nachhaltig unterwegs ist. Flexible Arbeitszeiten, Betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitmöglichkeiten werden schon Jahrzehnte angeboten. Das Angebot des Lebenszeitarbeitskontos, des JobRads und der weitere Ausbau des Gesundheitsmanagement sind fest in der Strategie der Bank verankert. So passt es hinsichtlich der Work-Life-Balance nur zu gut zur Strategie, Menschen zwischen 30 und 50 durch eine Ausbildung neue Perspektiven zu bieten.

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Interessenten können sich bei unserer Ausbilderin melden:

Verena Wurth
E-Mail: verena.wurth@volksbank-berg.de
Telefon: 02267 682-234